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A. Thielenhaus schickt bei Olympia die Schwimmer ins Wasser
29.12.2011 um 17:14 Uhr - Andreas Palm
Auch Michael Phelps wird nach ihrer Pfeife tanzen. Wenn bei den Spielen im kommenden
Jahr in London im "Aquatics Centre" des "Olympic Park" um olympisches Gold geschwommen
wird, entscheidet eine Deutsche über den regelkonformen Ablauf der Wettkämpfe. Andrea Thielenhaus(SC Hürth) wird dort als Schiedsrichterin beim Schwimmen agieren.

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"Wenn ich daran denke, bekomme ich schon heute eine Gänsehaut und es läuft mir eiskalt über den Rücken", sagt die Steuerfachwirtin, die seit neun Jahren in Luxemburg lebt und arbeitet. Inzwischen spricht sie auch" Letzeburgisch" und besitzt die Staatsangehörigkeit des Großherzogtums - neben ihrer Deutschen. "Ich bin mir durchaus meiner Verantwortung bewusst", wird sie aber mit Umsicht und Fingerspitzengefühl agieren.
Wie sie es in den vergangenen 13 Jahren auch schon getan hat. "Olympia in London und dann als verantwortlicher Schiedsrichter, das ist sicher das Highlight in meiner Karriere am Beckenrand",
freut sie sich bereits jetzt auf ihr zweites Olympia nach Peking 2008.
Wasserball- Torhüterin
Dort war sie Schwimmrichterin und "letzte Kontrollinstanz" beim Check der dort erlaubten High-Tech-Anzüge im Einsatz. Erfahrungen als Schiedsrichterin auf internationaler Ebene konnte sie aber bereits früher sammeln. Als Nachfolgerin von Rainer Wittmann (Düsseldorf) als einer ihrer Förderer und Mentoren im Schwimm-Komittee
des Europäischen Schwimm-Verbandes LEN wurde sie 1998 beim LEN-Kongress an ihrem damaligen Wohnort Düsseldorf in dieses Gremium berufen. Keine vier Wochen später stand sie erstmals bei einer EM als Schiedsrichterin am Beckenrand: bei den Junioren in Antwerpen. "Da war ich ziemlich nervös", gibt sie zu. Anmerken ließ sie es sich kaum. In der Zwischenzeit hat sich Andrea Thielenhaus viel Routine erworben und
genießt in der Szene einen hervorragenden Ruf. Mit ein Grund, dass sie in London an verantwortlicher
Stelle stehen wird.
Seit 2005 gehört sie auch dem Schwimm-Komitee des Weltschwimm-Verbandes FINA an und war bei den Weltmeisterschaften in Melbourne (2007), Rom (2009) und in diesem Jahr in Shanghai im Einsatz. An die "Boomtown" im Süden Chinas hat sie besondere Erinnerungen. Dort war sie bei der Kurzbahn-WM 2006 die erste Frau, die im Schwimmen bei einer WM als Schiedsrichterin im Einsatz war. Bei Olympia musste sie in Peking
der Vorsitzenden des FI NA-SchwimmKomitees, Carol Zaleski (USA), den Vortritt lassen.
"Olympia in Peking war auch so ein Erlebnis", sagt Andrea Thielenhaus. Dabei hatte sie in ihrer (bescheidenen) sportlichen Laufbahn zunächst nur recht wenig mit Schwimmen zu tun. Beim SC Hürth (heute noch ihr Heimatverein) und dem Brühler SK stand sie im Wasserballtor. Wenn immer es ihre Einsätze bei Olympia oder einer WM zulassen, schaut sie sich ein Spiel an - bei den Männern natürlich. Dies wird sicher auch in London
der Fall sein. Auf der anderen Seite ist sie auch immer wieder als Sprecherin im Einsatz oder als Schiedsrichtern bei Masters oder dem SV NRW im Einsatz. Was des öfteren schon Überraschungen auslöste. Dort ist man es offenbar nicht gewohnt, das "hohe Tiere" an der Basis im Einsatz sind. Doch auch nach Olympia wird sie wieder
Abstecher dorthin machen.

Quelle: Swim and More/DSV

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